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Vom Jahr 1000 zu 1798

Ab dem XI. Jahrhundert bildet sich Lavaux nach und nach dank der Schenkungen, die an die Bischöfe von Lausanne erfolgen. Das passiert 1079, als Lutry, Chexbres und Corsier Lausanner Besitzungen werden. Diese drei Orte behaupten sich mit der Zeit als die Grenzen des Gebiets Lavaux.

Im XII. Jahrhundert ist der Weinstock schon an mehreren Orten des Lavaux vorhanden. Ein Weinstock wird sogar bereits 997 in Lutry erwähnt. Aber es ist das vereinte Wirken der Bischöfe von Lausanne und der Zisterzienser- und Prämonstratensermönche, das Lavaux in ein Weinbaugebiet verwandelt, das für den Kanton Waadt sinnbildlich ist. Diese starke Präsenz der Mönche verleiht der Rodung und der Terrassenanlagein der Region Lavaux eine besondere Dynamik.

Anstrengende Arbeit

Die Errichtung von „charmus“, diesen am Hang errichteten Terrassen, taucht 1331 in Dokumenten auf. Diese anstrengende Arbeit, die Zeit und Arbeitskraft erfordert, wird nicht systematisch durchgeführt. Ein Grossteil der Terrassen der renommierten Weingüter von Dézaley, vom Clos-des-Abbayes und vom Clos-des-Moines wird spät fertig gestellt, zwischen 1750 und 1830. Schon bald ziehen die Mönche einheimische Arbeitskräfte zur Pflege der Weinstöcke heran. Der Winzer ist gleichzeitig Transporteur, Erdarbeiter, Bergmann, Maurer, Fassbinder und Kellermeister. Er ergänzt sein Einkommen noch durch landwirtschaftliche Tätigkeit.

Adelung

Der Weinbau überlebte die Einführung der Reformation. Die neuen Obrigkeiten in Bern ermessen sehr wohl die Bedeutung der Weinbautätigkeit und richten bereits 1706 eine spezifische Verwaltung hierfür ein: die „Weinkammer“. Die Weine des Lavaux haben ihren Adelsbrief erhalten und werden als Goldstandardin der Schweizerischen Eidgenossenschaft anerkannt. Sie werden fortan nach Italien, Holland und Deutschland exportiert.

Bibliografie : COUTAZ, Gilbert, « Histoire de l’an 1000 à 1798 », in Lavaux, Vignoble en terrasses face au lac et aux Alpes, Dossier de candidature de Lavaux au patrimoine mondial de l’UNESCO, Cully, Janvier 2006, pp. 134-142.

 

Source : COUTAZ, Gilbert, « Histoire de l’an 1000 à 1798 », in Lavaux, Vignoble en terrasses face au lac et aux Alpes, Dossier de candidature de Lavaux au patrimoine mondial de l’UNESCO, Cully, Janvier 2006, pp. 134-142.

Adresse

Lavaux Patrimoine mondial

Sentier des Vinches 2

CH - 1091 Grandvaux

Tel. + 41 21 946 15 74

Courriel: info@lavaux-unesco.ch

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