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Geologie

Der Untergrund wird aus Süsswassermolasse gebildet, die aus wechselnden Abfolgen von weichen Schichten und Felsbänken besteht (Nagelfluh des Mont-Pèlerin oder der Sandstein von La Cornalle), ein Grundgestein, auf dem der Rhône-Gletscher bei seinem Schwinden Moränenüberreste hinterlassen hat.

Die geologische Geschichte des Lavaux hängt eng zusammen mit der Herausbildung der Alpenkette und den letzten Eiszeiten. Sie kann in drei Hauptepisoden zusammengefasst werden:

  • Ablagerung der Sedimentschichten der Molasse, die heute den felsigen Ausbiss bilden, der für die Weinbaulandschaft des Lavaux charakteristisch ist;
  • die Entstehung der Alpen, die die Molasseschichten verschiebt und verformt;
  • die grossen Eiszeiten, die das Genfer-See-Becken graben.

Molasse

Das Felsgestein, das das Grundgestein des Lavaux bildet, zählt zur Molasse, einem ausgedehnten Komplex von Sedimentgesteinen, die an der Front der Alpenkette bei deren Entstehung gebildet wurden. Die Molasse hat sich im Zeitalter des Tertiär abgelagert, zwischen 34 und 7 Millionen Jahre. Im Lavaux tritt nur die untere Süsswassermolasse zutage. Die untere Meereswassermolasse liegt tiefer.

Die untere Süsswassermolasse ist besonders reich an Fossilen, die im Wesentlichen in den aus weichem Gestein gebildeten Schichten erhalten wurden, wie den Mergeln oder den Kohlen: Versteinerungen von Pflanzen, aber auch von Wirbeltieren (Krokodile oder Schildkröten) und von Wirbellosen (Schnecken oder Pfahlmuscheln) wurden entdeckt. Insbesondere der Fundort Moulin-Monod hat in der Mitte des XIX. Jahrhunderts tausende Pflanzenexemplare geliefert, die 145 Arten beinhalteten, darunter 75, die neu für die Schweiz waren und 44, die für die Wissenschaft ganz neu waren.

Glaziale Ablagerungen

Mit Ausnahme der Molasse aus dem Tertiär datieren die anderen geologischen Formationen des Lavaux aus dem Quartär (1,75 Millionen Jahre bis heute). Nur die Ablagerungen, die auf die letzte Eiszeitperiode zurückgehen (das Würm, 100 000-15 000 Jahre), sind vorhanden, denn der letzte Gletscher hat fast alle Ablagerungen aus früheren Eiszeiten weggefegt.

Bibliografie : BOREL, Gilles, MARCHANT, Robin, « Géologie », in Lavaux, Vignoble en terrasses face au lac et aux Alpes, Dossier de candidature de Lavaux au patrimoine mondial de l’UNESCO, Cully, Janvier 2006, pp. 44-48.

Adresse

Lavaux Patrimoine mondial

Sentier des Vinches 1

CH - 1091 Grandvaux

Tel. + 41 21 946 15 74

Courriel: info@lavaux-unesco.ch

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