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Botanik und Zoologie

Lavaux bildet ein starkes, sehr charakteristisches Landschaftselement. Da es seit Jahrhunderten durch den Menschen geformt wurde, ist es unter dem natürlichen Aspekt stark verfälscht. Wenn man von Natur im Lavaux spricht, spricht man somit von Resten, von Vegetation-, Flora- und Faunarelikten oder Sekundärvegetation, -flora und -fauna, die es geschafft haben, weiter zu bestehen oder sich recht und schlechtan die Eingriffe des Menschen anzupassen. Das bedeutet jedoch nicht, dass die restlichen Natur-„Fetzen“ vollkommen bedeutungslos sind.

Reichhaltige Flora

Die Ansiedlung des Weinbergs hat eine ganze natürliche Vegetation zerstört, die einer reichhaltigen Flora mit mehreren seltenen Arten ein Heim bot. Im XIX. Jahrhundert konnten Botaniker noch das Vorkommen der narzissenblütigen Anemone, der Bunium Erdkastanie oder Gartengladiole feststellen. Heutzutage zeigen botanische Beobachtungen einen realen Wandel in der Flora.

Die heutige Flora weist noch einige Zeugnisse auf, die sich in Ersatzbiotope, Zwischenbrachen oder Mauern zurückgezogen haben, die selbst zum Verschwinden tendieren. Die noch existierenden Arten sind mehrheitlich mehr oder weniger unspektakulär. Die im XIX. Jahrhundert festgestellten Raritäten sind verschwunden.

Starke Reptilienpräsenz

Was die Fauna angeht, so bewohnen mehrere verschiedene Arten die Region Lavaux. Die Mehrheit stellen Insekten, Weichtiere und sonstige Würmer, die Wirbeltieren als Futter dienen: Reh, Gams, Fuchs, Steinmarder, Dachs und Hermelin sowie die Zaunammer, ein in unseren Landen seltener Vogel, können regelmässig im Lavaux beobachtet werden.

Unter allen Tieren, die man im Lavaux vorfindet, darunter sechs Amphibienarten, stellen die Reptilien bei weitem das interessanteste Element dar und das ursprünglichste. Es wurden elf Arten erfasst, unter anderem Blindschleiche, Aspisviper, vier Eidechsen (darunter die grüne Eidechse) und fünf Nattern (darunter die Natrix maura). Lavaux spielt eine wichtige Rolle was die Seltenheit einiger Reptilienarten und die Diversität seiner herpetologischen Fauna betrifft.

Bibliografie : MORET, Jean-Louis, SARTORI, Michel, « Botanique et zoologie », in Lavaux, Vignoble en terrasses face au lac et aux Alpes, Dossier de candidature de Lavaux au patrimoine mondial de l’UNESCO, Cully, Janvier 2006, pp. 57-64.

Adresse

Lavaux Patrimoine mondial

Sentier des Vinches 1

CH - 1091 Grandvaux

Tel. + 41 21 946 15 74

Courriel: info@lavaux-unesco.ch

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