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Malerei

Als obligatorischer Durchgangsweg auf der Reise nach Italien ist die Waadtländer Riviera ein beliebtes Etappenziel bei denen, die die Grosse Tour machen. Auf dieses Interesse der Reisenden antworten die Maler mit ihrer Präsenz.

Die „Schweizer Kleinmeister“ sind die ersten. Vor allem während der ersten Hälfte des XIX. Jahrhunderts, Aberli, Vater und Sohn Lory oder auch Weibel widmen sich Stichen. Andere – wie Ernest Biéler, René Auberjonois oder Rodolphe-Théophile Bosshard – folgen auf sie, und zeichnen auf Leinwand ein Lavaux, das sich weiter entwickelt und seine Menschen, die das Land bebauen.

Joseph Mallord, William Turner, François Bocion, Gustave Courbet und Ferdinand Hodler zählen noch zu denjenigen, die am Ufer spazieren gehen und mit ihrem Pinsel das Lichtspiel des Sees oder des Himmels einfangen und auch ihre Verbundenheit mit dieser wunderbaren Region bekunden.

Der Reiz des Lavaux

Von den Künstlern des XX. Jahrhunderts, die in die Waadtländer Riviera verliebt waren, ist Oskar Kokoschka gewiss der treueste und emsigste. Als er seine ersten Ansichten des Genfer Sees in den 1920er Jahren erstellt, wirken andere Künstler in der Region: Le Corbusier, der durch die Errichtung eines seinen Eltern gewidmeten Hauses Lavaux mit dem ersten Beispiel für moderne Architektur der Schweiz ausstattet, sein Vorbild Adolf Loos oder auch noch der Musiker und bildende Künstler Louis Soutter.

Der Reiz des Lavaux sollte sich nicht hierauf beschränken. Die Region inspiriert die Vorstellungskraft zahlreicher Künstler, wie Marcel Duchamp oder später des Zeichners Hugo Pratt. Sie veranlasst auch das schwedische Ehepaar Théodor (genannt „Teto“) und Ulla Ahrenberg einige von ihnen in ihrer Villa Le Rocher aufzunehmen. So weilten knapp 500 Künstler – darunter Jean Tinguely, Niki de Saint-Phalle und Christo – zwischen 1960 und 1975 in diesem wertvollen Versuchslabor in der Umgebung von Chexbres.

Bibliografie : LEPDOR, Catherine, « Peinture », in Lavaux, Vignoble en terrasses face au lac et aux Alpes, Dossier de candidature de Lavaux au patrimoine mondial de l’UNESCO, Cully, Janvier 2006, pp. 18-22. Voir aussi JULLIARD ENCKELL, Julie, « Peinture au XXe siècle », in Lavaux, Vignoble en terrasses, Lausanne, Editions Favre, Août 2007, pp. 57-61.

Adresse

Lavaux Patrimoine mondial

Sentier des Vinches 2

CH - 1091 Grandvaux

Tel. + 41 21 946 15 74

Courriel: info@lavaux-unesco.ch

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